Mitreden in Neukölln bietet ab September gemeinsam mit der Musikerin, Lehrerin und Bildungsreferentin Gulê Bulgurcu ein niedrigschwelliges Chorangebot nach den Prinzipien der Community Musik an.
Gemeinsam singen, neue Lieder entdecken und Menschen aus der Nachbarschaft kennenlernen. Wir lernen Lieder aus verschiedenen Sprachen und Kulturen kennen, probieren unsere Stimmen aus und gestalten Musik miteinander – ohne Notenkenntnisse oder Chorerfahrung. Im Mittelpunkt stehen die Freude am Singen, das Kennenlernen neuer Klänge und Sprachen sowie die Begegnung mit anderen Menschen.
Alle Stimmen und Sprachen sind willkommen. 📍 Nachbarschaftshaus am Körnerpark
Gulê Bulgurcu ist ehemalige Bochumerin und lebt derzeit in Berlin.
Als Programmplanerin amBahnhof Langendreer in Bochum leitete sie eine Werkstatt für politische Lieder und einen
FLINTA*-Chor. Ihr musikalischer Schwerpunkt liegt auf Community Musik, und sie war unter
anderem Sängerin im Aramic Ensemble. Sie trat mit Frauenlieder* am Schauspiel Dortmund und
bei Blau-gelben Nächten – Antikriegslieder am Zeitmaultheater auf. Gulê liebt es zu lesen, zu
schreiben und zu singen und freut sich auf die Menschen, mit denen sie diese Leidenschaften teilen
kann.
🗓 Jeden ersten Donnerstag im Monat im Saal
🕕 Beginn: 18 Uhr
Die ersten Lieder die wir singen werden:
• 03.09.2026 – Yağmur Yağar Taş Üstüne (Türkisch) • 01.10.2026 – Im Khorotik Yar (Իմ Խորոտիկ Յար) (Armenisch) • 05.11.2026 – Gulbaharê (Zazakî) • 03.12.2026 – Yek Gole Saye Chaman (یک گل سایه چمن) (Persisch) Der Eintritt ist frei.
Für die bessere Planung freuen wir uns über eine kurze Anmeldung via Mail an
mitreden@nbh-neukoelln.de
Wir freuen uns über viele neue Menschen aus der Nachbarschaft, die mitsingen wollen.
Fortbildung: Aufsuchende politische Bildung
Diese Fortbildung richtet sich an Akteur*innen aus dem Kiez, die sich mit den Potenzialen und Herausforderungen der aufsuchenden politischen Bildung auseinandersetzen möchten- Menschen aus dem Sozial- und Bildungsbereich, politischer und kultureller Bildung, Stadtteil- sowie Gemeinwesenarbeit. Mit unseren Impulsen könnt ihr im kollegialen Austausch Methoden ausprobieren, reflektieren und weiterdenken. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie aufsuchende Bildungsangebote emanzipatorisch und bedürfnisorientiert gestaltet werden können. Die Fortbildung bietet folgende Inhalte: Einführung in die aufsuchende politische Bildung Anforderungen und Potenziale aufsuchender Formate Erprobung von Methoden Methodenhandbuch Aufsuchende politische Bildung zum Mitnehmen Nur mit Anmeldung und bitte einen Satz warum ihr mitmachen wollt: unter mitreden@nbh-neukoelln.de
Trainerinnen: Dr. Britta Hecking ist Wissenschaftlerin in der praxisorientierten Sozialforschung und Bildungsreferentin in der politischen Bildungsarbeit. Im Team von disruptiF e.V. setzt sie sich mit der Frage auseinander, wie sich Bildungsangebote emanzipatorisch und bedürfnisorientiert gestalten lassen – und greift dabei auf diskriminierungskritische, feministische, kritische sowie aufsuchende Ansätze politischer Bildung zurück. Luisa Bläse ist Bildungsreferentin mit Schwerpunkten in der diskriminierungskritischen und antisemitismuskritischen Bildungsarbeit. Als Teil des Teams von disruptiF e.V. erkundet sie außerdem Wege in der feministischen und der aufsuchenden politischen Bildung.
Wir reden mit! Ein Diskussions- und Soli Event
„Wir reden mit! Migrantisches Leben sichtbar machen in Neukölln“ am 20. Juni von 14- 19 Uhr
Politische Verschärfung von Asyl-und Migrationspolitik auf Bundesebene, Bezahlkarten für Geflüchtete, rechtsextreme Gewalt und eine Kürzungswelle in Berlin, die vor allem im Bereich Bildung, Jugendarbeit, Gewaltprävention und Antidiskriminierung den Rotstift ansetzt. Wie wirkt sich die politisch und sozial angespannte Lage auf das Miteinander und die Solidarität in unserem Bezirk Neukölln aus?
In Zeiten, in denen populistische Stimmen gegen Migration und Minderheiten immer lauter werden, ist es umso wichtiger aufzuzeigen, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt schon immer von Vielfalt und pluralen Migrationsgeschichten geprägt war, und wir nur davon lernen können.
Fragen, die diskutiert werden und über die auch gestritten wird: Warum werden nicht die Gastarbeiter*innen Geschichten als Erfolgsgeschichte für Deutschland verhandelt? Wie lassen sich negative Framings und Narrative über Migration aufbrechen und dagegenhalten? Welche positiven Visionen helfen uns als Migrationsgesellschaft, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken? Wie erzählen wir unsere Geschichten?
Aber vor allem, wie können wir wieder zusammenrücken, Kraft schöpfen und uns gegenseitig stärken und gegen den aktuellen Rechtsruck stellen und für Minderheiten einsetzen?
Kommt vorbei!
Wann: 20. Juni 2025, von 14-19 Uhr
Wo: Nachbarschafthaus am Körnerpark, Schierkerstrasse 53, 12051 Berlin
Zum Frauen- und FLINTA- Monat März laden wir herzlich zum Feministischen Performance Workshop mit Rafaella Marques ein:
Worum es geht:
Du hast eigene Ideen, die du in Aktionen, Texte oder Kunstwerke umsetzen möchtest? Dann komm zu unserem Workshop, in dem wir gemeinsam einen sicheren Raum schaffen, um kreativ zu arbeiten und uns auszutauschen.
Wir werden mit Konzepten wie persönliche Erfahrungen, Humor in der Tragödie, Bewusstseinsstrom arbeiten. Aber auch, wie wir uns politisch positionieren oder mit Themen umgehen, mit denen wir in unserem täglichen Leben konfrontiert sind, wie Rassismus, Sexismus, Genderrolle, Zugehörigkeitsgefühl, verschiedene und unkonventionellen Familienmodelle sowie Mutterschaft. Der Workshop nutzt die Körperwahrnehmung – durch Theaterübungen, Tanz und andere Performance-Praktiken – um den eigenen künstlerischen Ausdruck zu ermöglichen.
Ziel des Workshops ist es, eine visuelle, körperliche oder schriftliche „Dramaturgie“ zu entwickeln, die auf den Ergebnissen des Treffens basiert.
Der Workshop ist offen für alle Geschlechter und mit einer Offenheit zum intersektionalen Feminismus!
Der Workshop wird geleitet von Rafaella Marques, Schauspielerin, Performerin und Mitbegründerin des Kollektivs Aba Naia. Sie ist eine erfahrene Künstlerin, die in den Bereichen Theater, Tanz und Performance arbeitet und ihre eigenen Texte und Projekte entwickelt. Rafaella leitet auch Workshops, in denen der kreative Ausdruck durch den Körper erforscht wird.
Dann melde dich schnell an unter mitreden@nbh-neukoelln.de
Wann: 12. März von 15.30- 18.30 Uhr
Wo: Nachbarschaftshaus am Körnerpark,
Schierkerstr. 53
Im Saal, ist mit einem Fahrstuhl zu erreichen
Film: Wir reden mit! Zwischen Kunst, Engagement und Politik in Neukölln
In dem Film „Wir reden mit! Zwischen Kunst, Engagement und Politik in Neukölln“ vom politischen und diversitätsorientierten Bildungsprojekt Mitreden in Neukölln, werden vier Personen vorgestellt, die bereits in verschiedenen Kontexten mitreden, mitmischen und sich Gehör verschaffen. Mitreden wird hier unterschiedlich praktiziert: künstlerisch, sozial engagiert aktivistisch oder politisch. Allen ist gemein, dass sie in Neukölln bereits jahrelang aus Überzeugung aktiv sind oder waren.
Ebenso sprechen sie offen und auch kritisch darüber, was anders oder besser laufen könnte im Kiez und wo Barrieren zur Teilhabe bestehen. Doch alle reden über einen Kiez, der einzigartig und voller Vielfalt ist, in dem es zwar raue und laute Ecken gibt, aber es vor allem die Menschen vor Ort sind, die ihn aktiv mitgestalten. Weitere Themen, die zur Sprache kommen, sind: Biographie, Erinnerungskultur, Straßenumbenennung, afrodiasporisches Wissen, Barrieren der Teilhabe, Identität, Rassismus, Trans- und Queerfeindlichkeit und viele mehr.
Der Film soll in Zukunft auf Wanderschaft durch verschiedene Institutionen, Festivals und Bildungsstätten gehen. Zusätzlich soll eine Handreichung mit Diskussionsleitfragen entstehen, die als Workshop- Methode für die diversitätsorientierte politische Bildungsarbeit verwendet werden kann.
Falls Ihre Organisation, Ihr Verein, eure Gruppe daran Interesse hat und den Film gerne bei euch zeigen möchtet, meldet euch gerne bei:
s.vinueza@nbh-neukoelln.de oder mitreden@nbh-neukoelln.de
Mitreden in Neukölln: Workshops zur politischen Bildung
Das Projekt Mitreden in Neukölln führt niedrigschwellige, politische und vielfaltsorientierte Workshops durch. Viele Menschen kennen ihre politischen Rechte und Möglichkeiten der Teilhabe nicht oder nehmen diese nicht wahr, denn noch allzu oft müssen Barrieren überwunden werden.
Mitreden in Neukölln möchte Mut machen und zeigt Möglichkeiten auf, wie und wo alle Neuköllner*innen ihre Themen einbringen können. In unseren Workshops möchten wir darüber sprechen, wie Menschen in Neukölln sich aktiv auch ohne deutschen Pass oder EU- Staatsbürgerschaft einbringen können.
Wir sprechen über politische Themen, Wahlen, zivilgesellschaftliches Engagement und Teilhabe, denn wir alle in Neukölln können den Kiez mitgestalten.
Empowerment Workshops
Unsere Empowerment Workshops richten sich an Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte sowie Personen, die sich als queer und PoC (People of Color) identifizieren. In diesen Workshops steht das Teilen von Erfahrungen in der Community im Mittelpunkt. Die Teilnehmer*innen lernen kreative Ausdrucksformen und Handlungsmöglichkeiten kennen und sollen Mut bekommen, sich mit ihren Stärken und Interessen in der Gesellschaft einzubringen. Mit Referent*innen der politischen Bildung können folgende Empowerment Workshops angeboten werden:
Stimmtraining und Rap-Workshop
Kreatives Schreiben-Workshop
Film- und Fotografie Workshop
Am Ende der Workshopreihe kann ein Song, Film, Heft oder Fotostrecke entstehen.
Workshops zur politischen Bildung und Beteiligung
Wie kann man sich politisch einmischen? In den Workshops zur politischen Bildung und Beteiligung, die sich an alle Neuköllner*innen richten, wird in leicht verständlicher Sprache besprochen, wie sich Menschen in Neukölln einbringen und engagieren können. Wir sprechen über Demokratie, Vielfalt, Diskriminierung, Wahlen, Bürger*innen-Entscheide und über viele weitere Möglichkeiten, sich mit und ohne deutsche oder EU-Staatsbürgerschaft einzubringen und mitzureden. Denn alle Menschen in Neukölln können den Kiez aktiv mitgestalten! Gibt es ein bestimmtes Thema, über das wir sprechen sollten? Diese Workshops sind offen für Themenwünsche der Teilnehmer*innen.